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Kampagne 2012 - Die Götter müssen verrückt sein.

Hundsänger Karnevalisten bieten 270 Minuten Komik und Musik


HUNDSANGEN. Mit Ukulele und roter Zottelmähne empfängt Sitzungspräsident Frank Göbel rund 340 Narralesen in der Hundsänger Ollmerschhalle. Die Technik sei noch nicht soweit, behauptet er. Aber in Wirklichkeit steckt die Gala-Kappensitzung des Hundsänger Carnevalsvereins (HCV) mitten in ihrem ersten Programmpunkt. Und es ist erstaunlich, wie Göbel mit nur drei Akkorden auf dem winzigen Instrument das Publikum sofort für sich gewinnt und auf 270 Minuten Kurzweile mit viel Witz und Musik einstimmt.


Als rasender Lokalreporter traut sich Christof Meudt ganz allein in die Bütt. Und er bringt allerlei aufs Tapet. Da geht es wortgewaltig um Montagsdemos in Hundsangen gegen die Zentralisierung in Wallmerod und um den Bischof, der zu viel zu tun hat, weil er die Kapelle umbauen muss und ihm die Finanzberater abhanden gekommen sind. Bei allem dem Stress darf er nicht einmal fluchen.
Hoher Besuch beehrt die Narren: Die Queen und Prinz Charles (Susanne Eichmann und Frank Göbel), besser „Schalles und sei Mamme“ sind auf Staatsbesuch in Hundsangen und werfen sogar Kamelle. Frisches und Freches aus Anglerhand bieten Dominik Eichmann und Andreas Eisbach bei einer Plauderei am Teich. Ein musikalisches Duett präsentieren Heinz-Peter Weidenfeller und Bernd Wagenbach. Geschickt verbinden sie kleine Spitzen mit warmherzigen Schunkelliedern. Dabei vertreten sie verschiedene Lager. Während sich Weidenfeller als Vertreter des Kölner Karnevals mit Botterblömche durchzusetzen versucht. Tritt Wagenbach als und Verfechter der Mainzer Fassenacht und Bote aus dem Bundestag auf. Ein Duell mit zwei Siegern.

Die Gruppe International und die Gipfelstürmer bieten große Mannstärke auf, um ihre Zuhörer zu amüsieren. Unter der Leitung von Martin Hammes und Dennis Mehlert nimmt die Gruppe International Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen aufs Korn. Quijote und sein Treuer Diener Sancho Panza haben bei ihren Abenteuern mit öko-Aktivisten, Stierkämpfern und einem Junggesellinnenabschied auf Mallorca zu tun. Während sich die Gipfelstürmer mit allerlei Widrigkeiten beim Einchecken am Flughafen herumschlagen. Der Herr mit Arabertuch und Maschinengewehr darauf ungehindert passieren. Der freundliche junge Mann mit blonder Mähne allerdings muss sich bis auf die Unterhose entblößen. Immer wieder ertönt das Warnsignal beim Einchecken. Das wird selbst dem Sicherheitsbeamten zu dumm.

Den Vogel des Abends schießen die Wambachlerchen (Leitung: Manuel Malm und Michael Novian) ab. Sie beginnen mit keinem Geringeren als Heinz Erhardt. Mit Heiligenschein, Engelsflügelchen und dem unvergleichlichem Timbre des Komikers präsentiert Daniel Krämer sich als waschechtes Double und rahmt die Geschichten um Zeus am Olymp. Mit einer Mischung aus Komik und umgetexteten Ohrwürmern – jeweils mit einer Prise Brisanz verfeinert – beweisen die Sänger ihr Solotalent genauso wie ihre Backroundfähigkeiten.

Für das närrische Tempo sorgt das HCV-Juniorenballett (Leitung Teresa Gröschen und Ann-Kathrin Tilch) und das HCV-Ballett (Leitung Nadja Kremer und Ariane Malm). Mit einer Gemeinschaftschoreografie präsentiert sich die Tanzgruppe Blue Sticks.


Verfasser: Susanne Wilke
Rheinische Post vom 30.01.2012


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