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Kampagne 2008 - Wambach Air.

Fassenacht durchgestartet -
Erste große Galakappensitzung des "Hundsänger Carnevalsvereins" bei ausverkaufter Ollmerschhalle

Ob politisches Geschehen, dörflicher Tratsch, tolle Tänze oder die etwas andere Geschichte der Erde: Die Hundsangener Kappensitzung bot ein brillantes Programm.

HUNDSANGEN. Schon zu Beginn des närrischen Abends waren die vielen Besucher in Feierlaune, die durch die Eröffnung von Sitzungspräsident Frank Göbel erst recht in Schwung kam. Mit einer Klobürste ausgestattet dirigierte er das Publikum in der ausverkauften Halle zur Vogelhochzeit. "Hundsangen Helau" schallte es durch die Ollmerschhalle: Die Männer des Elferrates marschierten fröhlich in ihren neuen, prächtigen Uniformen auf die Bühne.


Ganz klassisch zeigten die Mädels des HCV-Balletts ihren traditionellen Gardetanz. Während die Mariechen mit einem Lächeln ihre Beine in die Lüfte warfen, johlte und klatschte die Narrenschar vor Begeisterung. Das Mannebacher Bütten-Ass Michael Ruoff präsentierte sein Protokoll, in dem es über Politik und den Verfall von Traditionen mit spitzer Zunge, Humor und dem nötigen Ernst lästerte. "Showtime" hieß es dann auf der Hundsangener Bühne, die sich in ein Kabarett verwandelt hatte. Ob der Abenteurer, der in seinem Urlaub einen 15-köpfigen Geist aus einer Wunderlampe (dessen Gesichter angeblich dem Kirchenvorstand ähneln würden), zwei Heidis, die sich zu den jodelnden Klängen von Klaus Hannappel ständig im Kreis drehten, Clint Eastwood, dessen Stimme ohne Gitarre an eine vorausgegangene Kastration denken ließ oder die mexikanischen Musiker, deren fanatische Gesichter und ruckhafte Zuckungen schon allein beim Anblick für schallendes Gelächter sorgten, waren ein Genuss. Besonders die Eheberatung, die wegen des Mannes, dessen Frau eine stumme Nymphomanin ist, die eine Brauerei und eine Wurstfabrik geerbt hat, in einen handfesten Ehekrach ausartete, sorgte für Lachtränen. Bei diesem Streit, fing sich nicht nur der Ehemann, sondern auch der Berater einen kräftigen Tritt in die empfindliche Gegend ein.

Bevor die Gruppe "International" ihre Showtime mit einem überdimensionalen Kinderwagen mit rockenden Riesenbabys beendete, amüsierte eine Putzfrau (Wolfgang Gröschen) in tiefstem Hundsangener Platt die Narrenschar: Von dem Film Titanic und dem ach so süßen "Leonadi Caprio" schwärmend, schweifte sie immer wieder zu dem täglichen Dorftratsch aus und erzählte neben ihren Lästertiraden auch von eigenen Anekdoten. Besonders schön war es, als sie von ihrem Frauenarzt mit der feuchten Nase berichtete, die sich jedoch dann als die des Hundes entpuppte. Das Geheimnis des Tagesablaufs einer Frau: Dieses wollte schon so mancher Mann gerne einmal gelüftet haben. Die Gruppe "Carree" enträtselte dieses Mysterium tänzerisch und mit einem Augenzwinkern. "Es werde Licht" raunte es in einer tiefen Stimme durch die Narrhalla: Die Gipfelstürmer stellten die etwas andere Entstehungsgeschichte der Erde dar. In der biblischen Reihenfolge marschierten Adam und dann (nach etlichem Feilschen mit Gott, wie gut die Frau, die man nur für eine Rippe bekommt, denn sein kann) auch "Evchen" auf die Bühne. Nach der Verführung durch die Schlange, die den beiden riet vom Westerwälder Quetschebaum zu essen, mussten sie die Strafen Gottes über sich ergehen lassen. Dass allerdings des Mannes einzige Auferlegungen das ständige Schauen von Fußball und den Zwang das Urinieren im Stehen vollziehen zu müssen sind, das fand "Evchen" nicht sehr gerecht und plädierte - allerdings vergebens - für Gleichberechtigung. Auch Napoleon, Kaiser Wilhelm, die Griechen und Terroristen bereicherten die Reise durch die Weltgeschichte.

Nach dem Zwiegespräch von Heinz-Peter Weidenfeller und Hermann Malm, die bei ihren Liedern die Narrenschar zum Mitmachen animierten, folgte ein flotter Lästerdialog von Dieter Ehinger und Frank Göbel, die als "Zwei Schiffsbrüchige" über Mitmenschen und Geschehnisse philosophierten. Von der See- zur Flugreise: Nun entführten die Wambachlerchen die Narrenschar in der Wambach-Air zu einer musikalischen Reise, bei der aktuelle Themen des vergangenen Jahres amüsant in Liedern dargestellt wurden. Gespannt warteten alle schon auf den Showtanz des HCV-Balletts: "Feuer und Eis" war das Thema, mit dem die Mädels unter der Leitung von Dorothee Kremer das Publikum vollends begeisterten. Leider hieß es nun: Die Narretei ist für diesen Abend nun vorbei.

Carolin Bingel
RZ-Online vom 14.01.2008


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